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Befestigungsmittel

Schindelstifte und Befestigung:

So sichern Sie die Langlebigkeit

Die Wahl des richtigen Befestigungsmaterials und der korrekte Einschlag sind für die "Haltbarkeit und Funktion" eines Holzschindeldachs oder einer Schindelfassade ebenso wichtig wie die Holzqualität selbst. Fehlerhafte Befestigung ist eine Hauptursache für frühzeitige Schäden und Rissbildung.

I. Materialwahl: Korrosionsschutz ist entscheidend

Ungeschützte oder verzinkte Nägel unterliegen durch die aggressiven Inhaltsstoffe einiger Holzarten (z.Bsp eiche oder Zedernhölzer) und den ständigen Feuchtigkeitswechsel einer extremen "Korrosionsbelastung".

| Material | Zulassung | Empfehlung |

V2a - Edelstahlstift (Rillen- oder Schraubschaft) | Unbedingt empfohlen für alle Hölzer. | Absolut beste Lösung. Verhindert Rost und schwarze Verfärbungen (Eisen-Gerbsäure-Reaktion) auf der Schindeloberfläche und gewährleistet maximale Langlebigkeit. |

Feuerverzinkte Nägel: Nur zugelassen für Fichten- oder Lärchenschindeln. | Mindeststandard | Weniger widerstandsfähig gegen die natürliche Korrosion und den Abrost der Unterseite. |

Nicht geschützte Nägel | Nicht zugelassen. | Führen zu schwarzen Verfärbungen und vorzeitigem Materialversagen. |

II. Die korrekte Befestigungstechnik

Die Art und Weise, wie die Schindel befestigt wird, entscheidet über ihre Bewegungsfreiheit – ein Schlüssel zur Vermeidung von Rissen (siehe "Tannenzapfen-Effekt").

1. Einschlagtiefe und Werkzeug / Werkzeuge:

Der Einschlag erfolgt entweder traditionell mit dem Schindelbeil/Hammer oder präzise mittels eines fein regulierbaren Druckluftnaglers.

Nagelkopf: Der Kopf muss flächenbündig zur Schindeloberfläche eingeschlagen werden, darf aber nicht das Holz eindrücken.

Eindringtiefe: Der Schaft muss mindestens 18 mm in die Traglatte eindringen, um eine ausreichende Auszugsfestigkeit zu gewährleisten.

2. Anziehen, nicht Niedernageln

Die Befestigung muss mit "Gefühl" erfolgen. Eine vor dem Einschlagen leicht hohl aufliegende Schindel soll nicht "niedergenagelt" werden.

Ziel: Die Schindel soll durch eine minimale Durchbiegung unter leichte Spannung gesetzt werden.

Falsch: Zu festes Nageln fixiert das Holz und verhindert die natürliche Bewegung, was zu Spannungen führt.

3. Positionierung der Stifte

(Die 2-Stift-Regel) Um Spannungsrisse und das Ausufern des Holzes an der Nagelstelle nachhaltig zu unterbinden, gilt die strikte 2-Stift-Regel:

Anzahl: Jede Schindel bekommt grundsätzlich nur zwei Schindelstifte. Bei Täferschuppenschindeln bis 6 cm Breite nur einen Stift, (immer nur rechts oder immer nur links)

Seitenabstand: Die Stifte werden etwa 15 20 mm} (Daumenbreite) von der Seitenkante gemessen eingeschlagen.

Höhenpositionierung (Die 60%-Regel): Die Ansatzhöhe des Stiftes muss im oberen Teil der Schindel erfolgen, d. h. etwa 60% vom Fuß der Schindel** gemessen.

Vorteil: Der Nagelkopf wird später von den zwei darüber liegenden Schindellagen überdeckt und geschützt.

Vorteil: Der der Witterung ausgesetzte, längere untere Teil der Schindel kann sich frei ausdehnen und zusammenziehen, ohne an den Nagelstellen fixiert zu sein.

⚠️ Die Verwendung von Nägeln ist der Klammerung vorzuziehen. Wenn allerdings Klammern eingesetzt werden sollen, empfehlen wir nur V2a Edelstahlklammern zu verwenden!