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Richtige Vorbehandlung

DIE RICHTIGE VORBEHANDLUNG IST DIE GRUNDLAGE FÜR EIN PERFEKTES ERGEBNIS

Eine sorgfältige Begutachtung der Oberfläche ist von entscheidender Bedeutung für die richtige Bearbeitung des Holzes.

Um die optimalen Maßnahmen ergreifen zu können, muss zunächst geklärt sein, ob es sich um neues Holz handelt oder es bereits bewittert ist.

Auch eventuelle Altbeschichtungen sollten genau untersucht werden. Die nachfolgende Aufstellung gibt anschaulich Hilfestellung.

Neues Holz

Hier reicht ein Anschleifen mit Schleifvlies und Säubern. Es

ist keine spezielle Vorbehandlung notwendig. Jedoch muss

berücksichtigt werden, dass hier auch wirklich ausschließlich

neues, unbewittertes Holz zu verstehen ist.

Unbehandelte Flächen

Unbehandelte Flächen werden oftmals auch als neu bezeichnet,

da sie noch nicht gestrichen sind. War das Holz aber bereits

der Witterung und Sonnenlicht ausgesetzt, findet schon nach

kurzer Zeit ein Ligninabbau statt. Das Holz ist nicht mehr

uneingeschränkt tragfähig und die Anhaftung von Anstrichen

wird dadurch nachteilig beeinflusst.

Verwittertes Holz

Das Holz war bereits der Witterung stark ausgesetzt.

Visuelle Vergrauungen sind mitunter auch Ansiedelungen von Mikroorganismen.

Ein Reinigen mit JOTUN KRAFTVASK, gründliches Nachwaschen und das Schleifen/Bürsten nach Trocknung der Flächen ist notwendig.

Messung der Holzfeuchte

Holzbauteile müssen vor einer Beschichtung trocken sein.

Die Holzfeuchtigkeit sollte 18 % nicht übersteigen. Bei erhöhter Holzfeuchte die Bauteile trocknen lassen bzw. der Ursache nachgehen und diese beseitigen.

Tragfähigkeit von Beschichtungen

Mit dem Klebebandtest oder durch Kratzen kann dies gut

festgestellt werden. Haben vorhandene Altbeschichtungen

keine tragfähige Verbindung zum Untergrund, müssen diese

sowie vergraute Holzteile bis auf gesundes Holz entfernt

werden. Tragfähige Altbeschichtungen müssen angeschliffen

werden, um eine Verbundhaftung für folgende Beschichtungen

sicherzustellen. Anschließend gründlich abstauben.

Oberflächenpilze/Mikroorganismen

Verschmutzungen müssen vor dem Schleifen/Streichen mit JOTUN KRAFTVASK gereinigt werden, damit evtl. Pilzsporen nicht in den Untergrund mit eingeschliffen werden.

Das Reinigungskonzentrat mit ca. 10 Teilen Wasser verdünnen, auf die trockene Fläche auftragen und nach einer Einwirkzeit von ca. 10 – 15 Minuten reinigen und mit reichlich Wasser abspülen

(Technisches Datenblatt beachten).

Harzausscheidungen

Nadelhölzer sind mitunter sehr harzreich. Dunkle Beschichtungen begünstigen den Harzfluss zusätzlich.

Harzgallen ausstemmen, ausbrennen und mit Nitro auswaschen.

Große Stellen ggf. holztechnisch erneuern lassen. Wenn möglich, helle Farbtöne verwenden.

Holzzerstörende Pilze

Pilz-/Fruchtkörper sind zumeist auf eine dauerhaft erhöhte Holzfeuchtigkeit (> 20 %) zurückzuführen.

Häufig sind konstruktive Schwachstellen die Ursache.

Hier hilft nur eine Beseitigung der Schwachstellen und eine Holzerneuerung.

Bläuepilz

Bläuepilzbefall bei Nadelhölzern, es zeigen sich bläulich/ schwarze Verfärbungen.

Flächen gründlich reinigen und danach schleifen.

Anschließend mit Bläueschutz (VISIR OLJEGRUNNING Pigmentert) grundieren.

Unzureichender Hirnholzschutz

Hirnholzflächen saugen bis zu 200-mal mehr als die Fläche.

Eine sorgfältige Bearbeitung/Versiegelung ist zwingend notwendig. Bei waagerechten Flächen bietet sich eine Abdeckung an.

Flächen mehrmals nass-in-nass mit der Grundierungen TREGRUNNING Klar oder JOTAPROFF bis zur Sättigung bearbeiten.

Scharfe Kanten

Scharfe Kanten verursachen eine so genannte Kantenflucht.

Eine ausreichende Schichtstärke kann nicht aufgebracht werden.

Kanten bitte mit einem Radius von ca. 2 mm runden.

Schäden durch unzureichende oder defekte Glasversiegelungen

Nicht intakte Glasversiegelungen führen zu einer erhöhten Holzfeuchtigkeit.

Anstriche werden unterwandert und können abgedrückt werden.

Fäulnisschäden sind zu befürchten.

Glasversiegelungen bitte regelmäßig auf Funktionstüchtigkeit überprüfen und gegebenenfalls erneuern.

Verfärbungen durch Holzinhaltsstoffe

Durch Holzinhaltsstoffe können sich Verfärbungen im Anstrich abzeichnen.

Bei möglicher Gefahr (bei hellen Farbtönen) ist zur Verhinderung der zusätzliche

Einsatz eines Sperrgrundes (KVIST- og SPERREGRUNNING) empfehlenswert.

Risse an Holzwerkstoffplatten

Holzwerkstoffplatten (Mehrschichtplatten) bestehen

mitunter aus Schälfurnieren. Bei zu dünnen Schichten kann

es zu Rissbildungen kommen. Die oberste Decklage sollte

mindestens 7 mm betragen und gebürstet sein.